Faszientraining: Deshalb ist es so wichtig!

Bikram
Yoga und Faszientraining in Kombination ausführen

Die Faszien sind nur ein anderer Begriff für das menschliche Bindegewebe. Dieses Gewebe befindet sich an vielen verschiedenen Stellen unseres Körpers und umhüllt nicht nur Muskeln, sondern auch die Organe. Sogenannte Faszien geben unserem Körper Halt und unterstützen die Muskeln aktiv bei ihren Aufgaben. Wer zum Beispiel vor oder nach einer Runde Bikram Yoga auch die Faszien mittrainiert, der tut seinem Körper Gutes. Bei chronischen Schmerzen durch Verspannungen kann es helfen, die Faszien mit gezielten Übungen zu lockern. Inzwischen haben Forscher und Mediziner herausgefunden, dass eine Verletzung der Faszien unter anderem zu Rückenproblemen und Bandscheibenvorfällen führen kann.

Diese wichtigen Aufgaben erfüllen unsere Faszien

Die Faszien geben unseren Organen und den Muskeln nicht nur Halt, sondern sie funktionieren auch wie eine Art Schwamm. Konkret bedeutet das, dass sie sich in einer Phase der körperlichen Belastung vollsaugen und durch diesen Effekt Nährstoffe an das Bindegewebe abgeben. Zudem helfen Faszien dem menschlichen Körper dabei, dass sich die Muskeln sowohl dehnen als auch spannen können und damit noch mehr Kraft erzeugen. Wenn sich Muskeln allerdings über einen längeren Zeitraum verspannen, dann kann das dazu führen, dass die Faszien verkleben und der Körper wird unbeweglicher.

Übungen für die Beine mit der Blackroll

Indem Faszien regelmäßig massiert werden, können Spannungen in den Muskeln und im Bindegewebe gelockert werden. So gut wie alle Yoga Stile, wie zum Beispiel das beliebte Bikram Yoga, können danach wesentlich leichter und vor allem wirkungsvoller ausgeführt werden. Um die Faszien zu stimulieren, gibt es die sogenannte Blackroll. Mit diesem Hilfsmittel können die unterseitige Fußsohle, die Muskulatur der Oberschenkel, der obere sowie der untere Rücken und die Faszien am Gesäß stimuliert werden.

Um die Unterseite der Beine zu massieren, setzt sich der Anwender direkt auf die Blackroll und stützt sich mit den Händen nach hinten auf dem Boden ab. Die Hände sollten hierbei schulterbreit gehalten werden. Wer ein Bein ausstreckt, kann den Druck erhöhen. Ist die Massagerolle positioniert, wird das angewinkelte Bein vom Boden gehoben und nach außen gedreht. Anschließend wird die Blackroll unter den Po und den Oberschenkeln vor und zurückgerollt.

Waden und Hüften massieren

Auch die Waden können mit der Blackroll massiert werden. Aufrecht sitzend wird die Rolle direkt unter der Wade platziert und gerollt. Auf diese Weise kann sogar Krampfadern vorgebeugt werden! Um eine größere Fläche zu massieren, sollte das Bein nach rechts und links rotiert werden.

Um die Hüfte zu massieren, wird die Rolle auf Hüfthöhe unter den Körper gelegt. Nutzer stützen sich mit beiden Händen auf dem Boden ab, strecken ein Bein aus und rollen langsam bis zur Höhe des Bauchnabels. Nach einigen Wiederholungen werden die Seiten gewechselt.